Für das Schlafzimmer eignen sich vor allem Verdunkelungsrollos, die das Licht vollständig oder weitgehend abhalten. Wer morgens länger schlafen möchte oder in einer Straßenlage mit viel Außenlicht wohnt, profitiert besonders davon. Daneben gibt es lichtdurchlässige und blickdichte Varianten für alle, die tagsüber mehr Helligkeit im Raum wünschen. Dieser Artikel beantwortet die wichtigsten Fragen rund um Rollos innen für das Schlafzimmer.
Welche Rollo-Arten gibt es für das Schlafzimmer?
Für das Schlafzimmer stehen drei Rollo-Typen im Vordergrund: Verdunkelungsrollos, blickdichte Rollos und lichtdurchlässige Rollos. Verdunkelungsrollos blockieren nahezu alles Außenlicht und sind die beliebteste Wahl für erholsamen Schlaf. Blickdichte Rollos schützen die Privatsphäre, lassen aber noch etwas Licht durch. Lichtdurchlässige Rollos filtern das Licht nur sanft und eignen sich eher für Wohnräume.
Neben klassischen Rollos gibt es noch weitere Alternativen, die im Schlafzimmer funktionieren. Plissees passen sich vielen Fensterformen an und sind besonders praktisch bei Dachfenstern oder Schrägverglasungen. Doppelrollos, auch Duo-Rollos genannt, kombinieren einen transparenten und einen blickdichten Streifen in einem System, sodass man stufenlos zwischen Lichtfilterung und Verdunkelung wechseln kann. Wer es etwas strukturierter mag, kann auch Rollläden außen mit einem Innenrollo kombinieren, um maximale Verdunkelung zu erreichen.
Wie viel Verdunkelung braucht ein Schlafzimmer-Rollo wirklich?
Wie viel Verdunkelung ein Schlafzimmer-Rollo braucht, hängt davon ab, wie empfindlich man auf Licht reagiert und wie das Zimmer ausgerichtet ist. Wer an einer Ostseite schläft und früh von der Sonne geweckt wird, braucht ein echtes Verdunkelungsrollo. Wer hingegen im Erdgeschoss zur ruhigen Gartenseite schläft, kommt oft mit einem blickdichten Rollo aus.
Verdunkelungsrollos werden nach ihrem Lichtdurchlässigkeitswert eingestuft. Ein sogenanntes Blackout-Rollo lässt praktisch kein Licht durch, während ein Dimout-Rollo das Licht stark reduziert, aber nicht vollständig ausblendet. Für Schichtarbeiter, kleine Kinder oder Personen mit Schlafproblemen ist ein echtes Blackout-Rollo die sinnvollere Wahl. Wer nur gelegentlich ausschlafen möchte, ist mit einem Dimout-Rollo gut bedient.
Wichtig: Auch das beste Verdunkelungsrollo lässt an den Seiten etwas Licht durch, wenn es nicht mit einem Seitenführungssystem oder einer Kassette ausgestattet ist. Wer vollständige Dunkelheit möchte, sollte gezielt auf Rollos mit seitlicher Führungsschiene oder Kassettenrollos achten.
Was ist der Unterschied zwischen Klemmfix- und Bohrmontage?
Der Hauptunterschied liegt darin, ob man Löcher in den Fensterrahmen bohrt oder nicht. Klemmfix-Rollos werden ohne Bohren am Fensterrahmen befestigt, indem Klemmen in den Rahmen gedrückt werden. Rollos mit Bohrung werden fest im Mauerwerk oder am Fensterrahmen verschraubt und sitzen dadurch stabiler und langlebiger.
Klemmfix-Montage: Vorteile und Grenzen
Klemmfix-Rollos sind ideal für Mieter oder für alle, die schnell und ohne Werkzeug eine Lösung wünschen. Die Montage dauert oft nur wenige Minuten. Allerdings funktioniert diese Methode nur bei Kunststoff- oder Holzrahmen mit ausreichend Stärke. Bei sehr schmalen oder speziell beschichteten Rahmen können die Klemmen nicht sicher halten. Auch schwere Stoffe oder breite Rollos lassen sich mit Klemmfix-Halterungen nicht zuverlässig befestigen.
Montage mit Bohren: Stabilität für den Dauereinsatz
Wer ein Rollo dauerhaft nutzen möchte oder ein größeres Fenster hat, ist mit der Bohrmontage besser beraten. Die Halterungen sitzen fest, das Rollo läuft gleichmäßiger und die Lebensdauer ist deutlich höher. Bei elektrischen Rollos oder schweren Verdunkelungsstoffen ist die Bohrmontage in der Regel die einzige sinnvolle Option.
Welche Materialien eignen sich für Schlafzimmer-Rollos?
Für das Schlafzimmer eignen sich vor allem Polyestergewebe mit Beschichtung für Verdunkelungsrollos sowie natürliche Fasern wie Leinen für lichtdurchlässige Varianten. Beschichtete Stoffe blockieren Licht effektiv und sind pflegeleicht. Naturfasern sorgen für eine angenehme Atmosphäre, bieten aber weniger Verdunkelung.
Wer Wert auf Wärmeschutz legt, sollte auf Stoffe mit thermischer Beschichtung achten. Diese reflektieren im Sommer die Sonnenwärme und helfen im Winter, die Raumwärme zu halten. Das macht das Schlafzimmer im Sommer angenehmer und spart nebenbei Energie beim Heizen.
Bei der Farbwahl gilt: Dunkle Stoffe auf der Außenseite reflektieren Wärme besser, während helle Stoffe das Zimmer optisch freundlicher wirken lassen. Viele Rollos innen kombinieren eine helle Innenseite mit einer dunklen oder beschichteten Außenseite, um beide Vorteile zu vereinen. Rollos stehen in unzähligen Farbvarianten und Stoffmustern zur Verfügung und können so auch gezielt in die Raumgestaltung eingebunden werden.
Wann lohnt sich ein elektrisches Rollo im Schlafzimmer?
Ein elektrisches Rollo lohnt sich im Schlafzimmer besonders dann, wenn das Fenster schwer erreichbar ist, man das Rollo täglich mehrfach bedient oder es in ein Smart-Home-System einbinden möchte. Wer morgens automatisch aufgeweckt werden will, indem das Rollo zur eingestellten Zeit hochfährt, profitiert von einer motorisierten Lösung.
Elektrische Rollos sind heute in zwei Varianten erhältlich: mit fester Verkabelung oder mit Akku-Antrieb. Akku-Rollos lassen sich ohne Elektriker installieren und sind besonders praktisch, wenn keine Steckdose in der Nähe des Fensters vorhanden ist. Die Akkus halten je nach Nutzung mehrere Monate und lassen sich bequem per USB laden.
Für Personen mit eingeschränkter Mobilität oder für Familien mit kleinen Kindern, bei denen Bedienschnüre ein Sicherheitsrisiko darstellen, sind elektrische Rollos ohnehin die empfehlenswertere Wahl. Viele Modelle lassen sich per Fernbedienung, App oder Sprachsteuerung bedienen.
Wie misst man ein Fenster richtig für ein neues Rollo aus?
Um ein Fenster richtig für ein Rollo auszumessen, misst man Breite und Höhe des Fensters an mehreren Stellen und notiert jeweils das kleinste Maß. Bei der Montage im Fensterrahmen (Innenmontage) zieht man von der Breite etwa ein bis zwei Zentimeter ab, damit das Rollo problemlos läuft. Bei der Montage vor dem Fenster (Außenmontage) plant man links und rechts je fünf bis zehn Zentimeter Überlappung ein.
Folgende Schritte helfen beim genauen Ausmessen:
- Breite oben, mittig und unten messen und den kleinsten Wert notieren.
- Höhe links, mittig und rechts messen und den kleinsten Wert notieren.
- Bei Innenmontage: Breite minus ein bis zwei Zentimeter für den Lauf des Rollos.
- Bei Außenmontage: Breite plus mindestens zehn Zentimeter für seitliche Überlappung.
- Höhe bei Außenmontage: bis zur Fensterbank oder weiter nach unten, je nach gewünschter Abdeckung.
Wer ein Maßrollo bestellt, gibt in der Regel die Einbaubreite und die Einbauhöhe an. Der Hersteller fertigt das Rollo dann auf das genaue Maß. Bei Standardmaßen reicht oft auch ein Konfektionsrollo aus dem Handel, das sich auf die gewünschte Breite kürzen lässt.
Wie Schöll Rolladen bei der Wahl des richtigen Rollos hilft
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