Ein Verdunkelungsrollo blockiert das Licht fast vollständig, während ein normales Rollo es nur filtert oder streut. Der wesentliche Unterschied liegt im Material: Verdunkelungsrollos bestehen aus lichtundurchlässigen Stoffen oder speziell beschichteten Geweben, die kaum Licht durchlassen. Wer also wirklich dunkle Räume braucht, kommt an einem Verdunkelungsrollo nicht vorbei. Die folgenden Fragen helfen dir, die richtige Wahl für dein Zuhause zu treffen.
Wie viel Licht lässt ein Verdunkelungsrollo wirklich durch?
Ein hochwertiges Verdunkelungsrollo lässt weniger als ein Prozent des einfallenden Lichts durch und wird daher als „Blackout“ klassifiziert. Ein normales Rollo dagegen filtert das Licht lediglich, dämpft die Helligkeit und schützt vor direkter Sonneneinstrahlung, lässt aber deutlich sichtbares Tageslicht in den Raum. Der Unterschied im Alltag ist erheblich.
Bei normalen Rollos innen spricht man je nach Lichtdurchlässigkeit von verschiedenen Transparenzgraden: von transparent über halbtransparent bis hin zu blickdicht. Keiner dieser Typen erreicht jedoch die Verdunkelungsleistung eines echten Blackout-Rollos. Selbst ein blickdichtes Standard-Rollo lässt noch diffuses Licht durch, das den Raum aufhellt.
Wichtig zu wissen: Selbst das beste Verdunkelungsrollo lässt an den Seiten etwas Licht vorbei, wenn es nicht mit einer Seitenführung oder einem speziellen Kassettensystem montiert wird. Für vollständige Dunkelheit braucht es also nicht nur das richtige Rollo, sondern auch die passende Montageform.
Welche Materialien und Beschichtungen machen den Unterschied?
Verdunkelungsrollos bestehen entweder aus dicht gewebten, mehrlagigen Stoffen oder aus Geweben mit einer lichtundurchlässigen Beschichtung, häufig aus Acryl oder Polyester. Diese Beschichtung verhindert, dass Licht durch die Fasern dringt. Normale Rollos verwenden offenere Gewebestrukturen, die Licht abschwächen, aber nie vollständig sperren.
Bei Verdunkelungsstoffen unterscheidet man grundsätzlich zwei Varianten:
- Beschichtete Stoffe: Ein reguläres Gewebe erhält eine lichtdichte Rückseite, oft in Weiß oder Silber. Diese Variante ist kostengünstiger, kann aber mit der Zeit an der Beschichtung leiden.
- Blackout-Gewebe: Speziell gewebte Stoffe, bei denen die Lichtundurchlässigkeit direkt in die Faserstruktur eingearbeitet ist. Diese sind langlebiger und robuster.
Zusätzlich spielen Farbe und Oberfläche eine Rolle. Dunklere Farben schlucken mehr Licht, helle Töne reflektieren es. Wer also ein weißes Verdunkelungsrollo möchte, sollte auf die Qualität der Beschichtung besonders achten, da helle Stoffe ohne gute Rückseite schnell durchscheinen.
In welchen Räumen macht ein Verdunkelungsrollo Sinn?
Ein Verdunkelungsrollo macht überall dort Sinn, wo du auf vollständige Dunkelheit oder zumindest starke Lichtreduktion angewiesen bist. Das betrifft vor allem Schlafzimmer, Kinderzimmer und Heimkinos. In Wohn- oder Arbeitszimmern reicht oft ein normales Rollo, das Blendlicht reduziert, ohne den Raum zu verdunkeln.
Hier eine Übersicht nach Raumtyp:
- Schlafzimmer: Ideal für erholsamen Schlaf, besonders im Sommer bei langen Tagen oder in Wohnlagen mit Straßenbeleuchtung.
- Kinderzimmer: Hilft Kindern, auch tagsüber zu schlafen, und erleichtert das Einschlafen in den Abendstunden.
- Heimkino oder Medienzimmer: Verhindert störende Reflexionen auf dem Bildschirm und verbessert den Kontrast erheblich.
- Schicht- oder Nachtarbeiter-Haushalte: Wer tagsüber schläft, braucht echte Dunkelheit, kein gedämpftes Licht.
In Küchen, Bädern oder Fluren ist ein Verdunkelungsrollo selten nötig. Hier sind lichtfilternde oder blickdichte Rollos die bessere Wahl, da sie Privatsphäre bieten, ohne den Raum unnötig zu verdunkeln.
Was kostet ein Verdunkelungsrollo im Vergleich zu einem normalen Rollo?
Verdunkelungsrollos kosten in der Regel etwas mehr als normale Rollos, der Preisunterschied ist aber überschaubar. Für ein einfaches normales Rollo in Standardgröße zahlt man ab etwa 30 bis 80 Euro, während ein vergleichbares Verdunkelungsrollo zwischen 50 und 150 Euro liegt. Maßanfertigungen und elektrische Varianten liegen deutlich höher.
Der Aufpreis erklärt sich durch das aufwendigere Material und die Beschichtung. Wer zusätzlich eine Seitenführung oder ein Kassettensystem für optimale Abdunkelung möchte, muss nochmals etwas mehr einplanen. Diese Systeme verhindern den Lichteinfall an den Rändern und sind besonders im Schlafzimmer empfehlenswert.
Beim Vergleich lohnt es sich, nicht nur den Kaufpreis zu betrachten, sondern auch die Montagekosten einzukalkulieren. Ein fachmännisch montiertes Rollo hält länger, sitzt besser und erfüllt seinen Zweck zuverlässiger als eine schlecht montierte Billiglösung.
Kann man ein normales Rollo nachträglich zur Verdunkelung aufrüsten?
Ein normales Rollo lässt sich nicht nachträglich in ein echtes Verdunkelungsrollo umwandeln, da die Lichtdurchlässigkeit vom Stoff selbst abhängt. Was du aber tun kannst: den vorhandenen Rahmen oder die Halterung behalten und nur den Rollostoff gegen einen Verdunkelungsstoff austauschen, sofern das Rollsystem kompatibel ist.
In vielen Fällen ist ein vollständiger Austausch die sauberere Lösung. Besonders wenn das alte Rollo keine Seitenführung hat, lohnt sich ein Neukauf mit passendem System, das Licht auch seitlich abblockt. Eine nachträgliche Seitenführung lässt sich in manchen Fällen ergänzen, aber das hängt von der Fenstergeometrie und dem Rollotyp ab.
Wer unsicher ist, ob der vorhandene Rahmen kompatibel ist, sollte einen Fachbetrieb hinzuziehen. So vermeidest du unnötige Kosten durch falsch bestellte Ersatzstoffe oder unpassende Montage.
Worauf sollte man beim Kauf eines Verdunkelungsrollos achten?
Beim Kauf eines Verdunkelungsrollos sind vier Punkte besonders wichtig: die Verdunkelungsklasse des Stoffs, die Maßgenauigkeit, das Montagesystem und die Bedienungsart. Wer diese vier Faktoren im Blick hat, trifft eine Entscheidung, die langfristig zufrieden macht.
- Verdunkelungsklasse: Achte auf die Bezeichnung „Blackout“ oder „Verdunkelung 100 %“. Nicht jedes Rollo, das als „blickdicht“ verkauft wird, verdunkelt wirklich vollständig.
- Maßgenauigkeit: Lass das Rollo auf Maß fertigen. Standardgrößen passen selten perfekt und lassen Licht an den Rändern durch.
- Montagesystem: Wähle nach Möglichkeit ein System mit Seitenführung oder Kassette, um Lichtfugen zu vermeiden.
- Bedienung: Manuelle Rollos mit Kettenzug sind günstig und wartungsarm. Elektrische oder funkgesteuerte Varianten bieten mehr Komfort, besonders bei schwer erreichbaren Fenstern.
- Stoff und Pflege: Schau auf die Pflegehinweise. Beschichtete Stoffe lassen sich oft nicht waschen, nur abwischen.
Wer ein Rollo innen für ein Dachfenster sucht, sollte außerdem prüfen, ob Plissees die bessere Alternative sind, da sie sich an Schräglagen besser anpassen. Für rechteckige Standardfenster sind Verdunkelungsrollos aber die einfachste und wirksamste Lösung.
So helfen wir dir beim richtigen Rollo innen
Bei Schöll Rolladen beraten wir dich persönlich und helfen dir, das passende Rollo innen für jeden Raum zu finden. Ob Verdunkelungsrollo für das Schlafzimmer, ein lichtfilterndes Rollo für das Wohnzimmer oder ein Plissee für das Dachfenster: Wir bieten Lösungen in unzähligen Farben, Stoffen und Systemen, alle auf Maß gefertigt und fachgerecht montiert.
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